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Die Reliefdarstellung auf allgemein-geografischen und thematischen Karten für den Schulunterricht

Die Reliefdarstellung ist auf den traditionellen topografischen Basiskarten des allgemein-bildenden Schulunterrichts das dominierende inhaltliche und grafische Element des abgebildeten geografischen Erdraumes.
(Im Rahmen seiner ehemaligen Untersuchungen zur kartografischen Reliefdarstellung wurde die schulische Basiskarte/Grundkarte vom Verfasser als „chorographische Karte“ bezeichnet, später jedoch als „allgemein-geographische Karte“.)

Auch für bestimmte thematische Karten des Schulunterrichts ist eine Reliefdarstellung zwecks Erleichterung ihrer Einführung und zur Erhöhung ihres pädagoglschen Nutzeffektes empfehlenswert.

Im Folgenden werden einige Auszüge aus dem Autorreferat zur Dissertation des Verfassers „ Die Darstellung der dritten Dimension auf chorographischen und ausgewählten thematischen Karten für den Geographieunterricht und Verfahren zur Fähigkeitsentwicklung des Kartenlesens unter besonderer Berücksichtigung des Einsatzes von Anaglyphenmaterialien“ in der Wiss. Ztschr. d. PH Potsdam, H. 3/1972, S. 557-560 /1/ sowie aus der Monografie „Die Reliefdarstellung auf allgemein-geographischen und ausgewählten thematischen Karten für den Geographieunterricht“, Potsdamer Forschungen, Reihe C, Heft 12 (1973) /2/ wiedergegeben.
(Die Gliederung in die Kapitel A und B erfolgt aus technischen Gründen nachträglich.)

A) Die Reliefdarstellung auf allgemein-geographischen Karten

[...]

Folgende Schwächen der Fähigkeitsentwicklung im Lesen der Reliefdarstellung auf chorographischen Karten wurden im Verlauf der empirischen Untersuchungen im Geographieunterricht der Klassen 5 bis 9 angetroffen:

  1. Die hypsometrischen Flächenfarben, besonders die grünen und gelben Höhenschichtenfarben, werden von den Schülern häufig mit dem natürlichen Landschaftskolorit, der Vegetation, identifiziert.

  2. Die hypsometrischen Grenzen werden von den Schülern bevorzugt als morphographische Trennungslinien aufgefaßt.

  3. Die Fähigkeit, die Reliefformen aus der Schummerungsmanier abzuleiten, ist unvollkommen entwickelt. Von vielen Schülern wird die Schummerung in ihrer Darstellung und Bedeutung nicht bewußt erfaßt und daher zur konkreten Reliefbeschreibung nicht genutzt.

[...]

Die Prinzipien für die Gestaltung des Reliefs auf chorographischen Karten ergeben sich aus den Zielstellungen und den inhaltlichen Anforderungen der Deutschlehrpläne der Unterstufe (Klassen 3 und 4 ) und der Geographielehrpläne der Mittel- und Oberstufe (Klassen 5 bis 10) sowie aus den Ergebnissen der schulpraktischen Zustandsanalysen.

  1. Kreis EberswaldeDie geometrische Abbildung des Reliefs auf chorografischen Karten erfolgt durch Isohypsen und Höhenschichtenfarben.

    /1, S. 558/

    [...]

    Die Isohypsen sind zwar das unentbehrliche konstruktive Element für das Flächenkolorit der Höhenschichtenfarben, doch kann dieses auch allein als hypsometrisches Darstellungselement bestehen und die Grundlage für ein räumliches Erfassen der Oberflächengestalt und für das Erkennen der orographischen Züge bilden.

    /2, S. 18/

    [...]

    Höhenlinien
    und Höhenschichtenfarben lassen das Relief geometrisch und in seiner hypsometrischen und orographischen Gliederung erfassen, vermitteln aber dem Schüler kaum Vorstellungen von den Oberflächenformen und entbehren weitgehend einer dreidimensionalen Wirkung. Sie sind in strengem Sinne kein Mittel der Darstellung, sondern ein Mittel der Fixierung des Reliefs.

    /2, S. 60/

    [...]

  2. Für die Anlage des Reliefschnittes auf chorographischen Karten sollten so weit wie möglich die ungefähren Grenzen größerer orographischer und morphographischer Einheiten berücksichtigt werden, denn die geometrische Abbildung des Reliefs muß neben der Höhengliederung vor allem auch eine Gestaltgliederung der Erdoberfläche ausdrücken.

    /1, S. 558/

    [...]

    Jeder Reliefschnitt auf allgemein-geographischen Karten zerlegt das Gelände in willkürliche Höhenzonen. Nur in Ausnahmefällen kann die Niveaulinie mit einer morphographischen Grenzlinie identisch sein. Die Isohypse kann im allgemeinen höchstens bis zum Maßstab 1:200.000 eine exakte Höhenlinie repräsentieren. Mit abnehmendem Maßstab erfährt sie durch die Generalisierung Deformationen, wird ihr Verlauf vereinfacht (begradigt und gerundet). Parallel zu dieser qualitativen Generalisierung erfolgt mit der Verkleinerung des Kartenmaßstabes aber auch eine quantitative Generalisierung, die notwendige Vergrößerung der Höhenlinienabstände.

    Somit verändert selbst im kartometrischen Sinne die Isohypse ihren Charakter, aus der Meßlinie des Reliefs wird eine zufällige bzw. willkürliche Formlinie des Geländes, die von den tatsächlichen Naturformen mehr oder weniger stark abweicht.

    /2, S. 20 u.21/

    [...]

  3. Für die Wahl, Anordnung und Abstufung der Höhenschichtenfarben gelten folgende Empfehlungen:

    1. Es sind symbolische Farben in gedämpften Tönen zu verwenden, um die Bildung von Vorstellungen der Bodenbedeckung weitgehend auszuschließen.

    2. Die konventionelle von Grün über Gelb zu Braun bzw. Orange führende Skala sollte beibehalten werden.

    3. Die Abstufungen der Farben sollten nicht zu kontrastreich gewählt werden, um keine willkürlichen Reliefstufen bzw. Formgrenzen optisch vorzutäuschen. Es sind weiche Übergänge anzustreben, die außer der vertikalen Gliederung auch die Geschlossenheit des Reliefs zum Ausdruck bringen. Härtere Farbübergänge sollten lediglich in gegebenen Fällen zur Markierung oro- bzw. morphographischer Grundzüge vorgenommen werden.

    4. Zur Erleichterung der Bestimmung des Symbolwertes weich abgestufter Höhenschichtenfarben sollten zusätzliche Höhenzahlen dienen, besonders für die Karten in den Klassen 3 bis 5.

      /1, S. 558/

      [...]

  4. Das Prinzip naturalistischer Wirkungsweise des hypsometrischen Flächenkolorits, die Erzeugung plastischer Wirkungen mit Hilfe von Erinnerungsfarben der natürlichen Landschaftsbetrachtung, ist bisher nur mit der von E. IMHOF entwickelten luftperspektivischen Farbleiter der „Schweizer Manier“ in Schulatlanten verwirklicht worden. Sie beruht auf der Erscheinung der luftperspektivischen Trübung, wodurch alle Helligkeits- und Farbkontraste mit wachsender Raumtiefe ausgeglichen werden, in einem graublauen Schleier versinken. So benutzt IMHOF zwei fließende Farbskalen; für die Lichtseiten der Hänge vom Blaugrün kontinuierlich aufhellend über Gelb zu Weiß, für die Schattenseiten des Geländes vom Blaugrün verdunkelnd aufsteigend zu Grünblau.

    Der starke Helligkeitskontrast zwischen Licht- und Schattenseite in der Gipfelregion läßt die „näher“ gelegenen Partien – wie in der Natur – in ihren Konturen schärfer umrissen wahrnehmen.
    /2, S. 39/
    [...]

    In der fachlichen und methodischen Literatur und demzufolge auch in der täglichen Schulpraxis wird seit Jahrzehnten der Ausdruck „Höhenstufe“ zur Kennzeichnung der hypsometrischen Gliederung benutzt. [...]
    Für die Methodik des Geographieunterrichts muß jedoch klargestellt werden, daß es sich beim hypsometrischen Kolorit nicht um Höhenstufen, sondern um Höhenschichten handelt ! Es geht nicht um dle farbige Kennzeichnung von Höhenstufen, sondern um die durch Höhenlinien begrenzten und durch Farbabstufungen gekennzeichneten Höhenschichten. Nicht hypsometrische Stufen, sondern hypsometrische Schichtflächen des Reliefs sind dargestellt.

    [...]
    Am eindrucksvollsten wird ohne Zweifel die Geschlossenheit der Geländeflächen durch gleitende Farbübergänge widergespiegelt, wie es die luftperspektivische Farbleiter des "Schweizer Mittelschulatlas" beweist.
    /2, S. 44 u.45/

    [...]

  5. Die hypsometrische Farblegende sollte als vertikaler Stab angelegt werden, so daß das Wesen und die gesetzmäßige Folge der kartographischen Flächenfarben auf chorographischen Karten von den Schülern stets unmittelbar erfaßt werden kann.
    [...]

  6. Kreis Hilburgshausen AusschnittZur Darstellung der Reliefmodellierung auf chorographischen Karten wird die moderne Schräglichtschummerung (mit Halbton für Ebenen) benutzt, die nicht nur zweiseitige Böschungen eindeutig markiert, sondern auch gleichzeitig einen hohen Grad visuell-anschaulicher Wiedergabe der dritten Dimension der Erdoberfläche ermöglicht.
    /1, S. 558/

  7. [...]
    Alle vier Darstellungsmittel für das Relief auf chorographischen Karten (Isohypsen, Flächenfarben, Höhenkoten, Schummerung) sind in ihrer Anlage eine Fiktion, auch die Schräglichtschummerung in ihrer für nördliche Breiten zwecks Vermeidung der optischen Reliefumkehr (Negativeffekt) notwendigen unnatürlichen West- bis Nordwestbeleuchtung sowie in der Vortäuschung räumlicher Tiefen als Kompromiß zwischen der vertikalen Parallelprojektion der Karte und der gewohnten natürlichen Schrägansicht der Oberflächenformen („Profilansicht“ des Geländes).

    Entscheidend ist jedoch, daß über den Umweg von Fiktionen das geometrisch und morphographisch gegliederte Relief unmittelbar sichtbar gemacht wird, die flächenhafte Darstellung eine Raumwirkung entstehen läßt und die Variationsbreite der individuellen Raumdeutungen der Schüler, der subjektiv determinierten Raumvorstellungen, wie sie bei ausschließlich abstrakter Wirkung der fiktiven Darstellungsmittel auftreten, eingeschränkt wird.
    /2, S. 61/

     

B)  Die Reliefdarstellung auf thematischen Karten

[...]
Im Mittelpunkt der thematischen Kartengestaltung steht inhaltlich und graphisch die Betonung der thematischen Aussage. Daher ist die Situation nur Hintergrund bzw. Untergrund. Sie besteht in kleinräumigen Regionaldarstellungen meist nur aus dem Gewässernetz, den staatlichen Grenzen und wenigen ausgewählten Siedlungen. [...] Dementsprechend ist die Abbildung des Reliefs äußerst selten vorhanden.
/2, S. 65/

Thüringen, Klima, BodennutzungAls Darstellungsmethode bietet die Schummerung (Kombinationsschummerung und Schräglichtschummerung) dank ihres tonigen und weichen Charakters die beste Voraussetzung. Sie kann sowohl für Flächenfarben als auch für Linien und figürliche Signaturen einen neutralen Untergrund darstellen, der dennoch optisch deutlich wahrgenommen und in seiner Beziehung zum thematischen Element der Karte erfaßt werden kann, [...]

Wenn die Schummerung auch kein Mittel der absoluten Höhendarstellung ist, so läßt sie als formveranschaulichendes Element auch in der thematischen Karte relative Höhendifferenzen erkennen und fixiert als topographische Komponente die markanten orographischen Züge der Landschaft. [...]
/2, S. 71/

Bezüglich der Auswahl der thematischen Karten mit Reliefunterlage werden folgende Vorschläge unterbreitet:

  1. Notwendig ist eine Reliefunterlage für alle thematischen Karten, die im Heimatkundeunterricht der Unterstufe und im Geographieunterricht des fünften Schuljahres eingeführt werden, um die Orientierung, das räumliche Erfassen und das unmittelbare Erkennen einfacher kausaler Zusammenhänge zwischen dem Relief und anderen Landschaftskomponenten zu erleichtern.

  2. Aus gleichen Gründen sollten für die Klassen 6 bis 10 geologische Karten, geomorphologische Karten, Vegetationskarten, Bodennutzungskarten und Verkehrskarten eine Reliefdarstellung erhalten.

  3. Empfehlenswert wäre die Darstellung der dritten Dimension der Erdoberfläche auch für die politischen Karten und für die Karten des Bergbaus und der Industrie in den oberen Klassen, zumal jede thematische Karte durch die Schummerung einen körperlichen Eindruck gewinnt und eine schnelle Orientierung unterstützt.

  4. Für den Geographieunterricht sind ferner thematische Karten, deren Gegenstand die Darstellung von speziellen Eigenschaften des Reliefs ist, eine wertvolle Hilfe, [...]

    Hinsichtlich der Gestaltung morphogenetischer Karten, die besonders – gemäß den Lehrplananforderungen – für die Klassen 5 und 6 erforderlich sind, ist eine Kombination von chorografischer Karte und einfarbigem thematischen Aufdruck sehr zu empfehlen, [...]

    Da in den Lehrplänen der Klassen 5 bis 8 für jede physisch-geographische Regionalbehandlung eine Klassifizierung des Reliefs nach Fomenkomplexen bzw. Formentypen verlangt wird, wozu die chorographische Karte nur einen sehr geringen Beitrag leisten kann, ist die Entwicklung eines entsprechenden thematischen Kartentyps erforderlich.

    Als Kartenmuster für eine klassifizierte Wiedergabe von Geländeformentypen dürfen nach unterrichtspraktischer Erprobung in den Klassen 6 bis 9 die Relieftypenkarten des „Haack Großer Weltatlas“ angesehen werden, die nicht nur die morphographische Gliederung der Erdoberfläche übersichtlich darstellen, sondern die Formentypen auch durch bildhaft wirkende Symbole visuell-anschaulich wiedergeben.

    Der vorliegende physiographische Darstellungstyp des „Haack Großer Weltatlas“ (HGW) ist jedoch für kleinere Maßstäbe (Teilerdteil- und Erdteilkarten) weniger zu empfehlen, da die überhöhte und flächenhaft sehr erweiterte Abbildung der dritten Dimension zu verzerrten Größenvorstellungen führen kann.
    /1, S. 559/
    [...]

     

    Literatur (Auswahl)

     

    BREETZ, E.: Methodische Hinweise zur Arbeit mit den geographischen Karten im 4. Schuljahr unter besonderer Berücksichtigung der neuen kartographischen Unterrichtsmittel. In: Der Bezirk Potsdam – Handreichungen für den Lehrer. Potsdam 1968.

    BREETZ, E.: Wodurch werden die Fehldeutungen der Höhenschichtenfarben als Farben der Bodenbedeckung verursacht und durch welche methodische Maßnahmen kann ihr Auftreten weitgehend vermieden werden?  In: Ztschr. f. d. Erdkundeunterricht, H. 7/1973.

    HABEL, R.: Die Reliefdarstellung in Weltatlanten. TU Dresden 1963, Diss..

    HÖLZEL, F.: Die Geländeschummerung in einer Krise. In Kart. Nachr., H. 1/1962.

    IMHOF, E.: Gelände und Karte. Erlenbach-Zürich 1950.

    IMHOF, E.: Kartographische Geländedarstellung. Berlin 1965.

    KRÄMER, W.: Der neue Atlas für die 5. und 6. Klasse. In: Ztschr. f. d. Erdkundeunterricht, H. 8/9/1963.

    LOUIS, H.: Die thematische Karte und ihre Beziehungsgrundlage. In: Peterm. Geogr. Mitt., H. 1/1960.

    MIRUS, H.: Plastische Karten für den Geographieunterricht in der 5. Klasse. In: Ztschr. f.d. Erdkundeunterricht, H. 8/9/1966.

    SCHOLZ; E.: Kreishandkarten 1.100.000 mit geomorphologischem Aufdruck. In: Ztschr. f. d. Erdkundeunterricht, H. 11/1965.
    /2, S. 82-85/

Rückblickend ist festzustellen, dass sich mehrere der in der damaligen Zeit propagierten Kriterien für die Reliefdarstellung auf analogen Schulkarten in Deutschland durchgesetzt haben bzw. angestrebt werden (Stand im Jahre 2008):

  • Fortfall der Isohypsen auf allgemein-geografischen Karten.
  • Aufrechterhaltung der konventionellen hypsometrischen Farbleiter von Grün über Gelb zu Orange/Braun auf allgemein-geografischen Karten.
  • Weiche hypsometrische Farbübergänge auf allgemein-geografischen Karten.
  • Vertikale Anlage der Höhenschichten-Farbskala.
  • Reliefdarstellung durch Schummerung auf thematischen Karten.

(Es wird nochmals darauf verwiesen, dass in diesem Beitrag die Namen „chorographische Karte“ und „allgemein-geografische Karte“ synonym für die traditionelle, aber weniger zutreffende schulgeografische Bezeichnung „physische Karte“ gebraucht werden.)

Die maßgeblich von H. Peuckert im VEB H. HAACK/Gotha entwickelte Methode der "echten Schummerung" - Dreiplattenschummerung bzw. Halbtonschummerung - (Ebenenton, tonlose Lichthänge, dunkle Schattenhänge) wurden nach 1963 weitgehend in allgemein-geographischen Karten der Schulatlanten, der Schulwandkarten und des 2. Kreiskartenwerkes im Gothaer Betrieb angewandt.

In allgemeinen Weltatlanten deutet sich heute (2008) – besonders in Anlehnung an die Satellitenfotografie – ein Trend für luftperspektivische Farbskalen auf geografischen Grundkarten an, indem eine Aufhellung der Höhenfarben nach oben erfolgt (z.B. Meyers Welt- und Universalatlas oder dle Berthelsmann-Weltatlanten). Auch werden häufig weiche (fast fließende) hypsometrische Farbübergänge und matte Farbtöne gewählt (z.B. die RV-Weltatlanten oder der Große Dumont-Weltatlas).

Dies sind Entwicklungen, denen sich die Schulkartografie noch zum Teil verschließt, zumal sich – abgesehen von traditionellen Gepflogenheiten – Landschaftseinheiten (besonders orografisch bzw. morphografisch determinierte) optisch von den Schülern dann nicht leicht orten lassen. Schüler trachten mehr nach deutlichen orografischen bzw. morphografischen Gliederungen von Erdräumen und prägen sich weniger die Verteilung und Anordnung von Vegetationsräumen und Landschaftstypen ein.

Senftenberg, LauchhammerSelbstverständlich können auf allgemein-geografischen Karten auch ein spezielles Reliefthema durch Überdruck bzw. Aufdruck oder z.B. die Landschaftsveränderung infolge von Braunkohle-Tagebau durch Flächenfarbe gekennzeichnet werden. Entsprechende Versuche und Anwendungen wurden beispielsweise in der Schulkartografie der DDR erfolgreich getätigt.

 

Literatur:

BREETZ, E.: Worin bestehen die Wesensmerkmale und Funktionen der Reliefschummerung auf physischen Karten? In: Ztschr. f. d. Erdkundeunterricht, H. 5/1974.

BREETZ, E.: Stumme thematische Wandkarte "Deutsche Demokratische Republik, Oberflächengestalt" für den Geographieunterricht der Klasse 5. In: Ztschr. f. d. Erdkundeunterricht, H. 8/9/1982.

BRUCKER, A.: Satellitenbilder im Geographieunterricht. In: Geogr. Rundschau, H. 9/1976.

HÜTTERMANN, A.: Karten- und Luftbildinterpretation. In: Handbuch des Geographieunterrichts, Bd. 1. Köln 1986.

 

1. Abbildung: Eigene Foto-Montage. (Konzeption der drei Kartenausschnitte - Oberflächengestalt, Wirtschaft und Geomorphologie des Bezirkes Potsdam - 1972: E.Breetz).

2. Abbildung: Schülerhandkarte "Kreis Eberswalde" (1:100 000). VEB H. Haack, Gotha 1983. (PTA: E.Breetz).

3. Abbildung: Ausschnitt aus der Schülerhandkarte "Kreis Hildburghausen" (1.125 000). VEB H. Haack, Gotha 1983. (PTA: E.Breetz).

4. Abbildung: Thematische Nebenkarten aus HEIMATATLAS "Thüringen - Vom Bild zur Karte", S. 22. Volk und Wissen Verlag GmbH & Co./ Cornelsen Verlag, Berlin 2000. (Atlaskonzeption: E.Breetz).

5. Abbildung: Ausschnitt aus der Schülerhandkarte "Kreis Senftenberg" (1:100 000). VEB H. Haack, Gotha 1983. (PTA: E.Breetz).


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